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Mobile Tierheilpraktikerin Jennifer Hofmann
 

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Tierschutz ohne Grenzen - Wie Menschen mit Ahnungslosigkeit mehr Schaden anrichten können als Helfen

Ein wunderschönes Thema was mich seit ein paar Monaten wieder intensiver beschäftigt.
Die netten Spaziergänger die meine Pferde immer meinen Füttern zu müssen, weil sie so schlecht aussehen, konnte ich daran hindern indem ich einen weiteren Zaun gespannt habe.
Ein weiterer Zaun heißt für meine Pferde, dass sie weniger Platz zur Verfügung haben und es nur geringfügig mehr Koppelmaterial ist was gestellt werden muss.
Aber naja, was macht man nicht alles für die lieben Tiere und vor allem für meine innere Ruhe.

So könnte ich mal ein paar Anekdoten erzählen, was man sich von so fütternden Spaziergängern anhören muss.

- Die Pferde kommen an den Zaun wenn wir hier laufen. Die haben Hunger. Kein Wunder wenn kein Gras mehr auf der Wiese ist!

Ich sehe es ein, ich bin ein schlechter Mensch, lasse meine Tiere hungern und das im Winter nun mal Heu gefressen werden muss, weil kein Gras wächst, ist auch meine Schuld.

- Sie könnten ja ein bisschen freundlicher zu uns sein! In dem Ton geht ja wohl mal gar nicht. Immerhin geben wir „nur“ Gras und das schadet doch den Pferden nicht.

Es tut mir leid, dass meine kommunikativen Fähigkeiten extrem nachgelassen haben, beim x-ten Versuch zu erklären, dass Tiere kein Allgemeingut sind.

- Sie können doch nicht meine Kinder mit ihren Tieren vergleichen. Das sind NUR Tiere die hier stehen, wo jeder eben dran kann.

„smile“-Emoticon Mein Lieblingsspruch bei Leuten mit Kindern ist ja immer „ Was würden Sie von halten, wenn ich ihrem Kind dauernd Plätzchen vor die Schnute halten würde?“ Erfahrungsgemäß sind diese Menschen immer am schockierten aber kommen nicht wieder „wink“-Emoticon

- Wenn Sie nicht wollen, dass jemand ihre Pferde füttert, dann müssen Sie diese einsperren.

Ah ja… Da sind wir dann wieder beim Thema artgerechte Pferdehaltung und das Gespräch vor meinem Koppelzaun dauert länger.

Das sind nur einige der Möglichen „Ausreden“ von Menschen die an fremdes Eigentum gehen. Ich habe noch keinen Erlebt, der danach einfach gesagt hat „war doof, sorry!“

Jetzt kann man das ganze Spiel noch auf die Spitze treiben, wenn sich die vermeintlichen Tierschützer mit dem großen Wissensschatz auf die Suche nach vermeintlichen Tierquälern machen und dann los legen.
Erfahrungsgemäß trifft das dann die Besitzer, die ihr Pferd im Offenstall halten.
Leider machen sich die sehr beliebten Tierschützer nicht die Mühe mal mit den Besitzern zu sprechen oder sich einfach mal zu erkundigen was für ein Tier so ein Pferd überhaupt ist und was es braucht. Da wird gewettert und gehetzt und wenn man ganz schlau ist, stellt man einfach mal ein paar Bilder ins www und hofft von anderen als der Tierschützer erkannt zu werden, der Missstände aufgedeckt hat und der Gutmensch schlecht hin ist, der jetzt endlich mal die Ämter ruft und den armen Tieren hilft.

Natürlich muss sich kein Besitzer der seine Pferde artgerecht hält fürchten. Auch das Veterinäramt lässt den Teppich auf dem Boden und nimmt nicht gleich jemanden die Tiere weg oder ähnliches.
Für einen Tierbesitzer der seine Tiere hegt und pflegt, im Winter durch die Matschwiesen stapft um Heu oder Wasser zu transportieren, keine Zeit hat zu reiten aufgrund der ganzen Pflegemaßnahmen die im Winter anfallen und das schnelle dunkel werden dieser Jahreszeit, ist es allerdings nicht nur eine Unterstellung sondern gibt ihm ein schlechtes Gefühl. Er fühlt sich unverstanden, gemein behandelt etc. Das alles sind emotionale Gefühle und diese verfliegen auch wieder aber erstmal trifft es einen.

Schon immer habe ich brav Antworten auf die Fragen:

- Frieren die Pferde nicht?
- Warum stellst du sie nicht in eine Box?
- Kann man nichts gegen den Matsch tun?
- Warum stehen deine Pferde selbst bei Regen nie in der Hütte.
- Etc.

geantwortet. Es ist auch völlig legitim zu fragen und nur Fragenden Menschen kann geholfen werden.

Jetzt ist das Thema Matsch immer ein sehr großes und Matsch sieht unschön aus und keiner kann ihn leiden. Schnell wird dann mal übersehen, dass die Pferde eine große Fläche haben ohne Matsch aber da sich die Schlammschweine meistens im Dreck tummeln, fällt diese Fläche nicht auf und schon haben wir den nächsten Tierquäler, der seine Pferde, dreckig wie sie sind, verwahrlosen lässt.

Ich persönlich kann sagen: Ich hasse Matsch! Es kotzt mich jedes Jahr aufs Neue an aber meine Pferde können trocken stehen. Und sie haben mehr Platz zum trocken stehen als ein Boxenpferd (wo komischerweise die Pferderetter nie lang kommen).
Alles befestigen oder schön mit Sand wäre toll. Ach was fänd ich das klasse. Wenn man sich aber mal ein bisschen mit Bebauungsplänen, Gesetzen und Verordnungen beschäftigt, wird man feststellen, dass auch der ambitionierteste Pferdebesitzer nicht einfach mal einen schönen Stall mit Paddock bauen darf.

So, nachdem ganzen bla bla, jetzt meine eigentliche Botschaft „smile“-Emoticon
Wie in jedem Bereich des Lebens ist es besser sich erstmal mit den Gegebenheiten auseinander zu setzen bevor geurteilt wird.
Durch die sozialen Netzwerke kann man mit ziemlich vielen Personen Kontakt aufnehmen und bevor man was mit halbwissen in die Welt setzt oder einfach mal das Vet. Amt anruft, kann man Menschen mit Ahnung fragen.
Es ist super, wenn so viele Menschen mit offenen Augen durch die Welt gehen und wir Pferdebesitzer (auch wenn es manchmal echt mühsig und anstrengend ist) sollten dankbar dafür sein aber bitte… nicht einfach ohne Wissen handeln.
Das Veterinäramt ist (und jetzt lehne ich mich weit aus dem Fenster, weil ich nicht da persönlich nachgefragt habe und dies nur ein Erfahrungswert ist) Personell nicht so ausgestattet, dass sie gleich jeder „Anzeige“ nachgehen können. Das heißt, dass jede grundlose Anzeige beim Veterinäramt, diesen Ressourcen klaut, die sie ggf. anderweitig gebrauchen könnten.
In diesem Sinne… Tierschutz ohne Grenzen -Wie Menschen mit Ahnungslosigkeit mehr Schaden anrichten können als Helfen.

PS. Wie in meinen anderen Texten auch, werden diese nicht noch mal Korrektur gelesen und spiegeln nur meinen derzeitigen Emotionalen Zustand wieder.
Jegliche Rechtschreib- und Grammatikfehler dürfen behalten werden.

1 Kommentar 24.2.15 10:29, kommentieren

Das kleine Mähhüh Lady Teil II

Das Mähhüh Lady – „Ein kleiner Schritt für eine bessere Welt“

Erstmal möchte ich mich bedanken, dass so viele meine kurze Geschichte über das Mähhüh Lady gelesen haben. Jetzt ist eine Woche rum und sie fehlt uns schrecklich.

Interessant ist trotzdem was in dieser Woche passiert ist.

Entschuldigen muss ich mich wohl bei der Person „Ja Jenny ich kümmere mich um das Pony als wäre es mein eigenes“. Es tut mir leid, dass ich mich von Emotionen hab leiten lassen und deine dicken Beine thematisiert habe. Das hätte mir nicht passieren dürfen.

Erstaunt bin ich, dass sich die Verantwortlichen nicht einmal gemeldet haben.
So ist mein Text sicherlich nicht ganz freundlich gewesen aber ich denke, dass wenn man sich kurz geärgert hat und dann mal in sich hineingeht, vielleicht doch das ein oder andere verstehen kann und ganz ehrlich?!?! Ich würde mich richtig schlecht fühlen!
Es ist vorbei und es ist passiert was passiert ist. Wer mich kennt, weiß das ich nicht ewig lange nachtragend bin und grade nicht, wenn man versucht aus einer aussichtslosen Situation oder aus einer Situation heraus wo man weiß man hat selber Fehler gemacht, noch das Beste rauszuholen.

Interessant ist, dass sich keiner der betroffenen gemeldet hat und einfach mal gesagt hat „Ja es war SCHLECHT was ich gemacht habe! Ich habe einen Fehler gemacht.
-Von Fehlern kann sich wohl keiner Freisprechen und echte Stärke hat der, der sie auch zugibt und daraus lernt-

So darf ich heute über Nachrichten schmunzeln, wo der eine die Schuld auf den anderen schiebt
Hach herrlich! Und dabei geht es um ein kleines weißes Pony, was vor einer Woche von uns gegangen ist und was allen die jeden Tag mit ihr zu tun hatten schrecklich fehlt.
Aber anscheinend bewerte ich das Leben und Schicksal von Lady falsch… Hier geht es um verletzen Stolz, Schuldzuweisungen und das freisprechen von Schuld. –Hm, wenn man es sich oft genug einredet, könnte das ggf. sogar klappen… Ob ich das auch mal probieren sollte?

Es geht hier nicht um dicke Beine oder darum das sich die Menschen die Fehler gemacht haben jetzt einen Strick nehmen und erhängen. Es geht darum, aus dieser Geschichte zu lernen. Fehler zu analysieren und diese nicht zu wiederholen. Es geht nicht drum, ob es jetzt die RB war, die angeblich hätte füttern müssen oder die Besitzerin oder meine „Ja Jenny ich kümmere mich um das Pony als wäre es mein eigenes“ Freundin dran war. Es ist egal geworden wer oder was hier Schuld getragen hat.
Es interessiert mich auch nicht!

Wir wollen heute an das kleine weiße Mähhüh denken, was uns jeden Tag freudig begrüßt hat und wollen aus der Geschichte von Lady lernen um es in der Zukunft besser zu machen.

Total freuen tue ich mich drüber, dass mich auch viele angesprochen oder angeschrieben haben, die selber keine Pferde haben. Vielleicht hält der ein oder andere jetzt die Augen mehr auf oder sieht etwas auf einer Pferdekoppel wo er sich denkt „hä, da kann doch was nicht stimmen“. Das wäre doch super für uns Pferdebesitzer. Was gibt es schöneres als Menschen denen das Schicksal anderer nicht egal ist und die vielleicht Hilfe rufen wenn ein Pferd komisch auf der Koppel liegt oder sonst was.

Ein kleiner Schritt für eine bessere Welt

3.2.15 10:29, kommentieren